Schmidheiny, Stephan

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In diesem umfangreichen Dossier sind nicht nur Dokumente zu Stephan Schmidheiny zu finden, sondern auch zu einzelnen Familienmitglieder, wie seinem Bruder Thomas. Die Medienvielfalt in diesem Dossier ist sehr gross, von links bis rechts berichten alle nationalen Medien über die erfolgreiche Schweizer Unternehmerfamilie aus dem sankt-gallischen Heerbrugg. Regelmässige mehrseitige Berichte im Wirtschaftsmagazin BILANZ und dem MAGAZIN des Tages-Anzeigers über die Schmidheinys runden das Dossier ab.
Der Friedenspreis der «Max Schmidheiny-Stiftung» und die Tatsache, dass die Schmidheinys eine der reichsten Familie der Schweiz sind, werden regelmässig in den Dokumenten erwähnt.
Stephan und Thomas sind die Erben der vierten Generation der Schmidheiny-Dynastie, Urgrossvater Jacob gilt als Gründer und Vater Max wurde durch die Zementfirma «Eternit AG» erfolgreich. 1975 übernahm Stephan schrittweise die gesamte Firmengruppe. Der gelernte Jurist ist für sein wirtschaftliches Engagement berühmt, er war eine führende Figur in Firmen wie der «SMH» (heute Swatch Group), der «Valora Holding AG», der «Leica Geosystems AG» und der «ABB Asea Brown Boveri». 1987 übernahm er unter anderem die Zuger Firma «Landis & Gyr AG». Bekannt wurde Stephan auch durch sein philanthropisches Engagement in Dritt-Welt-Ländern, 1984 gründete er die Stiftung FUNDES zur Förderung von Kleinunternehmen in Süd- und Zentralamerika. 1992 wurde er Hauptberater des UN-Rio-Gipfels für Wirtschaft und Industrie und rief zum radikalen Kurswechsel auf. Sein Bestseller «Kurswechsel» von 1992 ist im doku-zug.ch ausleihbar. Stephans Bekanntheit ist auch zurückzuführen auf die Asbest-Skandale in Südafrika und Italien, welche sehr gut im Dossier zu verfolgen sind. 2002 wurde von Asbest-Opfern der ehemaligen Eternit-Fabrikarbeitern in Südafrika eine Entschädigungssumme von Stephan gefordert. Mit Hilfe des späteren Bundesrates Hans-Rudolf Merz konnte eine Summe von 10-20 Millionen Dollar ausgehandelt werden. Ebenso startete 2005 in Italien eine Prozesslawine gegen Stephan von Angehörigen der durch Asbest verstorbenen Mitarbeitern der italienischen Eternit-Fabriken. Stephan wurde in Turin zu 16 Jahren Haft verurteilt, er legte jedoch gegen das Urteil Berufung ein und wurde erst 2014 in der dritten Instanz der italienischen Justiz freigesprochen. Bis heute drohen neue Klagen, obwohl 1978 Stephan Schmidheiny einer der ersten war, der in seinen Zementfabriken Asbest verbot. Im Buch «Der Prozess» von René Lüchinger, welches im doku-zug.ch ausleihbar ist, kann man den spektakulären Prozess nachverfolgen.
Thomas Schmidheiny, der Bruder von Stephan, wurde oftmals in den Medien als «Zementkönig» betitelt, weil ihm mehrere Jahre die Zementfirma «Holcim AG» unterstand. In den Medien bekam er viel Aufmerksamkeit während dem Grounding der Swissair und dem folgenden Prozess der Zürcher Staatsanwaltschaft. Die Suche nach Mitschuldigen führte auch zu Thomas Schmidheiny, der zwischen 1980 und 2001 als Verwaltungsrat bei der Swissair tätig war. Er wurde jedoch freigesprochen, ganz im Gegenteil zu einem Prozess in Spanien von 2002, als er von der Korruptionsbehörde wegen Insiderhandel zu einer Millionenbusse verurteilt wurde.

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Weitere Recherchen zur «Landis+Gyr AG»:
Das doku-zug.ch empfiehlt sich für eine umfassende Recherche über die «Landis+Gyr AG», denn es beherbergt eine grosse Anzahl Papierdokumente zur erfolgreichen Zuger Firma. Das Dossier über Stephan Schmidheiny ist eines von vielen zugehörigen Themendossiers zur «Landis+Gyr AG». Um einen Überblick über den Zusammenhang zwischen der erfolgreichen Zuger Firma und Stephan Schmidheiny zu gewinnen, siehe die Geschichte der «Landys+Gyr AG» in den Jahren 1987/1995.

 

Schlagwörter

  • Avina Stiftung
  • GrupoNueva
  • Max Schmidheiny-Stiftung, Freiheitspreis der Max Schmidheiny-Stiftung
  • Schmidheiny, Max (1908; †1991)
  • Schmidheiny, Thomas
  • Viva Trust

Querverweise

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