Landis+Gyr AG

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Die Firma «Landis+Gyr AG» (frühere Schreibweise: Landis & Gyr) existiert schon seit über hundert Jahren in der Stadt Zug, unter anderem im bekannten Zuger Schleife Areal hinter dem Bahnhof. Das doku-zug.ch beinhaltet eine grosse Anzahl Dokumente über die erfolgreiche Zuger Firma, die Gründer und ihre Nachkommen in verschiedenen Themendossiers. Um einen Überblick über die grosse Anzahl zugehöriger Dossiers zu gewinnen, siehe weiter unten die Geschichte der «Landis+Gyr AG» und die Nachkommen von Karl Heinrich Gyr.

In diesem Dossier erhält man einen umfassenden Überblick über die «Landis+Gyr AG». Die beiden ältesten Dokumente sind zwei handgeschriebene Postkarten aus dem Jahre 1907. Etwa die Hälfte aller Dokumente des Dossiers sind Originaldokumente des Elektrokonzerns wie Protokolle, Mitteilungen, Prospekte, Richtlinien, Reglemente, Merkblätter und Briefe. Die jährlichen Geschäftsberichte werden ab 1956 regelmässig im Dossier abgedeckt. Nebst den Originaldokumenten finden sich auch zahlreiche Berichte aus Zuger Tages- und Wochenzeitungen, so wie fundierte Artikel aus der nationalen Presse. Artikel über den Erfolg und Misserfolg des Elektrokonzerns sind regelmässig im Dossier anzutreffen. In den Artikeln der frühen 90er-Jahren kann man das Pensionskassendebakel nachverfolgen, 1996 weisen die vielen Dokumente auf das 100-jährige Bestehen der Firma hin und einige Dokumente im Jahre 2001 thematisieren den Konkurs der «Landis & Gyr Communications». Man kann alle Ereignisse ab dem Rücktritt von Andreas Brunner und Gottfried Straub 1984, die weiter unten in der Geschichte der «Landis+Gyr AG» aufgeführt werden, mitverfolgen.  
 

Geschichte der «Landys+Gyr AG»:

1896: Richard Theiler und Alderich Gyr-Wickart gründen in Zug das «Electrotechnische Institut Theiler & Co.»

1904: Richard Theiler und Alderich Gyr-Wickart ziehen sich zurück, daraufhin übernimmt der Unternehmer Heinrich Landis die Firma.

1905: Karl Heinrich Gyr, der Studienkollege von Heinrich Landis, beteiligt sich an der Firma (Alderich Gyr-Wickart und Karl Heinrich Gyr sind nicht miteinander verwandt).
Die Firma nennt sich von nun an «Landis & Gyr», sie hat grossen Erfolg und kann ausser Landes expandieren.

1916: Heinrich Landis muss sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Firma zurückziehen.

1956: Andreas C. Brunner und Gottfried Straub, zwei Schwiegersöhne von Karl Heinrich Gyr, übernehmen die Firma.

1971: Die «Landis & Gyr Stiftung» wird anlässlich des 75-jährigen Bestehens des «Landis & Gyr» Konzerns von der Familie Gyr und dem Unternehmen gemeinsam errichtet (siehe auch Stiftungsprojekt (Privatarchiv).

1984: Rücktritt von Andreas Brunner und Gottfried Straub und Überführung in die dritte Generation (siehe Übergangsprozess von 2. zu 3. Generation (Privatarchiv)). Georg Krneta wird Präsident des Verwaltungsrates und Dieter Syz Konzernchef.

1987: Die dritte Generation der «Landis & Gyr"-Erben verkaufen die Firma an Stephan Schmidheiny (siehe auch Übernahme durch Stephan Schmidheiny (Privatarchiv)). Ein Jahr später wird Willy Kissling nach Dieter Syz Konzernchef der «Landis & Gyr».

1995: Integration der Firma «Landis & Gyr» durch Stephan Schmidheiny in die «Elektrowatt AG».

1998: Die «Siemens AG» erwirbt die «Elektrowatt AG» und somit auch gleich die «Landis & Gyr» und führt die beiden Unternehmen als «Siemens Metering AG» zusammen, eine weitere Tochterfirma der «Siemens AG» im Zuger Schleife Areal heisst «Telegyr Systems AG».

2002: Die «Siemens AG» beschliesst den Rückzug und veräussert die umbenannte «Landis+Gyr» an die amerikanische Gesellschaft «KKR Kohlberg Kravis Roberts & Co.».

2004: Die australische Investmentgesellschaft «Bayard Capital» übernimmt neu die «Landis+Gyr».

2008: Die «Bayard Capital» wird zur «Landis+Gyr Holdings» und verlegt ihren Sitz von Sydney nach Zug.

2011: Die «Landis+Gyr Holdings» wird zu 60% an die «Toshiba Corporation Japan» und zu 40% an die «Innovation Network Corporation of Japan» verkauft und wird wieder in «Landis+Gyr AG» umbenannt.

2017: Die «Landis+Gyr AG» geht unter der Mutterfirma «Toshiba Corporation Japan» an die Börse.

 

Nachkommen von Karl Heinrich Gyr:

Wie in der Geschichte der «Landis+Gyr AG» zu lesen ist, übernahmen Karl Heinrich Gyr und Heinrich Landis 1904/05 die «Landis & Gyr». Da sich Heinrich nach über zehn Jahren aus der Firma zurückzog, rücken die Nachkommen von Karl Heinrich Gyr ins Licht, wenn es um die Nachfolge der Firma geht. Da Karl Heinrich Gyr mir seiner Frau Frieda Gyr-Schlüter drei Töchter hatte, übernahmen zwei seiner Schwiegersöhne 1956 die Firma. Die Töchter und ihre Ehemänner heissen wie folgt (2. Generation):

Brunner-Gyr Elisabeth & Brunner, Andreas C.
Straub-Gyr Ruth & Straub Gottfried
Mijnssen-Gyr Suzanne & Mijnssen Jan Paul

Die weiteren Nachkommen von Karl Heinrich Gyrs Töchter heissen wie folgt (3. Generation):

Brunner - Daniel, Margrit, Thomas, Ursula, Verena
Straub - Roland, Rudolf, Ruth, Ulrich
Mijnssen - Elizabeth, Nick, Pete, Andrée, Christoph

Weitere Informationen zu den Nachkommen im Privatarchiv von Daniel Brunner: Landis & Gyr: Todesfälle und Erbe

Schlagwörter

  • bis 1998: Landis & Gyr AG, Siemens Metering AG 1998 - 2002
  • Swistec AG 2007 - 2008
  • Veteranenclub SIEMENS - Landis & Gyr

Querverweise

Bücher

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